Hildegard Clara Enders

PROJEKTE

Fontane und die Musik

Theodor Fontane und die Musik? Wie reimt sich das zusammen? Bis zu den neuesten Veröffentlichungen über den Dichter hat es sich noch nicht zusammengereimt. Entweder wird ein Nachdenken darüber völlig unterlassen oder in nichtssagenden Bemerkungen zusammengefaßt: "Nicht einmal unmusikalisch, blieb Theodor Fontane der Welt der Musik fern" aus Gertrud George-Driessler: Theodor Fontane und die "tonangebende Kunst" (Eine späte Wiedergutmachung).

Im Rahmen des Projektes Fontane 200 nähern sich Carmen Stahlschmidt, Andriotta A. Wodak und Hildegard Enders auf dem Wege der bildenen, fotographischen und tongebenden Kunst Fontanes literarischer Sicht auf den Schwielow und seine Umgebungen an.

Blick von der Petzower Kirche auf den Glindower See
Blick von der Petzower Kirche auf den Glindower See

Tierisch Menschlich

Klaviermusik von Frieder Meschwitz, Antonín Dvorák, Robert Schumann, Erik Satie, Claude Debussy und Maurice Ravel, Texte von Wolf Erlbruch und Rainer Maria Rilke; Klavier und Rezitation zusammen mit der Stuttgarter Pianistin Margret Augst.
"Man muss seine Natur nehmen, wie sie ist", resümiert die Schildkröte in einem der Tiergebete in der Vertonung für Klavier und Sprecher, die am Beginn des Programms stehen. Doch nicht nur um Unverrückbares, auch um Verrücktes geht es in diesem Literatur-Musik-Projekt der beiden Pianistinnen mit Affinität zur Text-Rezitation.
Die absurden Texte in den Klavierstücken "Avant-Dernières Pensées" von Erik Satie finden hier gleichermaßen ihren Platz wie die feinsinnigen 4-händigen Klavierstücke "Ma Mère L'Oye" von Maurice Ravel.

Tierisch Menschlich

Kreisleriana Fantasien

Robert Schumann hat das Werk Kreisleriana in nur wenigen Tagen im Jahre 1838 geschaffen. Dabei wurde er von E.T.A. Hoffmanns Figur Johannes Kreisler inspiriert. Robert Schumann befand sich zu dieser Zeit in einer schwierigen persönlichen Situation. Robert Schumann und Clara Wieck beabsichtigen zu heiraten und gegebenenfalls die Einwilligung von Vater Wieck auf dem Rechtswege durchzusetzen.
Der Titel des Werks greift auf eine Künstlerfigur zurück, die E.T.A. Hoffmann geschaffen und in den Fantasiestücken nach Callots Manier unter dem Titel Kreisleriana beschreibt. Schumann wendet sich besonders der Figur des Johannes Kreisler zu. Einer Person, die sehr unterschiedliche Perönlichkeitsaspekte in sich trägt und manchmal fürchtet wahnsinnig zu werden. Kreisler selbst spricht von einem Doppelgänger.
Später flicht Hoffmann Kreisler, der starke autobiographische Züge trägt, in "Die Lebensansichten des Kater Murr" ein und setzt diese vielschichtige Künstlernatur in Beziehung zu Kater Murr. Hoffmann spiegelt die beiden Gestalten und schafft sozusagen noch eine übersteigerte, karikierte Beleuchtung - eben Tag und Nacht - oder geistig - instinkthaft.
Sicherlich hat sich Robert Schumann von dem Künstler E.T.A. Hoffmann angezogen gefühlt. Nicht nur die Mehrfachbegabung, sondern auch die zwiespältige Natur, der tiefe, teils humoreske teils abgründige Einblick in die Vielgestaltigkeit der menschlichen Psyche verbindet beide. Robert Schumann greift einige Namen für seine Werküberschriften von Hoffmann auf, z.B. Eusebius, Chiara, Nachtstücke, Kreisleriana. ECH 2005

Kreisleriana
Kater Murr VI (E.T.A. Hoffmann)
Carmen Stahlschmidt 2005

Das Kreisleriana Projekt

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Satie & Co

Erik Satie, eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten der Moderne, hat seit jeher kontroverse Meinungen provoziert, da er weder als "ernster Musiker" noch als "Unterhaltungskünstler" begriffen werden kann. Er liebte die Musik des Cabaret, des Zirkus, des Jahrmarkts und des Café-Konzerts. Musik war für ihn die Alltagsmusik, die "musique de tous les jours". Satie war zu seiner Zeit umstritten. John Cage ist der erste "ernste" Musiker, der sich im Jahre 1950 um eine Anerkennung seiner Werke bemühte und seine Originalität erkannte.
Satie hatte eine sehr enge Beziehung zur Literatur. Bereits in den Gnossiennes, die 1890 entstanden sind, fügt er kleine Sätze hinzu. Die Gnossiennes sind Instrumentallieder, angeregt von der 1878 entdeckten antiken Stadt Knossos auf Kreta.
Die Poèmes d 'Amour sind 1914 entstanden und bringen die Skurrilität Saties zum Ausdruck. Musikalisch erinnern sie an mittelalterliche Gesänge, textlich sind sie dem Milieu des Cabaret verwandt.
Bei Sports et Divertissements handelt es sich um die Verknüpfung von Zeichnungen, Texten und Musik, die Situationen aus den verschiedensten Bereichen des Lebens, teils mit surrealen, teil mit zeitkritischen Aspekten beschreiben. Auf Anregung des Zeichners Charles Martin, schuf Satie diese 21 Miniaturen, die von ihm kalligraphisch und mit kleinen, die Musik erklärenden Geschichten kommentiert wurden.
Mit den Avant-dernières Pensées portraitiert Satie Weggefährten. Diese Klavierstücke sind 1915 komponiert und mit der Sonatine Bureaucratique die letzten Stücke, die Satie für Piano solo geschrieben hat. ECH 2008

Satie
Hören Sie den Hasen singen ...?
Carmen Stahlschmidt

TERMINE

wg. COVID-19
ausgefallen
Den Schleier der Schöpfung lüften!

In der Finissage zu dieser Austellung von Carmen Stahlschmidt begibt sich Hildegard Enders mit Texten von Theodor Fontane über das Havelland und Musik von Leos Janacek, Erik Satie und Frederik Chopin auf eine literarisch musikalischen Annäherung an das THema

Evangelische Kreuzkirchengemeinde, Walkmühltal anlagen 1, Wiesbaden

Ausstellung vom 1. März bis 5. April 2020
Freitag
30.06.2019
14:00 Uhr
Fontane+ Ausstellungseröffnung in der Kirche in Petzow.

Zentrale Festveranstaltung zu "Fontane am Schwielow" mit Vertretern aus Kunst, Kultur und Politik, Fontaneskulptur gebrannt im Hoffmannschen Ringofen in Glindow und Stoffbanner zu den Fontane-Themen in der Region Schwielow von Carmen Stahlschmidt, Fotografien von Andriotta A. Wodak, Musik und Lesung von Hildegard Enders

Ausstellung bis 22. September 2019
"Fontane 200"

Freitag
27.05.2016
"rosenrot und rabenschwarz" - Musik und Literatur
mit Ausstellung Carmen Stahlschmidt
Remise im Stiftsgut Keysermühle

Klingenmünster
Donnerstag
28.01.2016
18:00 Uhr
"Tierisch Menschlich" - Musik und Literatur
mit Ausstellung Carmen Stahlschmidt
Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Mainz, Geschwister-Scholl-Str. 2
Donnerstag
5.11.2015
19:00 Uhr
"Tierisch Menschlich" - Musik und Literatur
Kunstmühle Schwaan
Schwaan, Mühlenstraße 12
Samstag
11.09.2010
19:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Städtische Museen Zwickau
Galerie am Domhof
Zwickau, Domhof 2
Sonntag
22.08.2010
17:30 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Kunstmühle Schwaan
Schwaan, Mühlenstraße 12
Samstag
03.10.2009
19:30 Uhr
Satie & Co.
Münsterfeldhalle Fulda
Samstag
27.06.2009
20:00 Uhr
Satie & Co. Institut français
Maison de France Mainz
Mainz, Schillerstrasse 11
Freitag
17.04.2009
19:30 Uhr
Satie & Co.
Hotel "Speicher" Barth
Barth, Am Osthafen 2
Freitag
23.01.2009
20:00 Uhr
Satie & Co. Centre Franco-Allemand
Lichtspieltheater Wundervoll
Rostock, Stephanstraße 7
Freitag 21.11.2008
19:30 Uhr
Satie & Co.
SOS Dorfgemeinschaft
Hohenwieden
Sonntag
26.10.2008
11:00 Uhr
Satie & Co.
Haus des Gastes
Bad Bergzabern
Mittwoch
22.10.2008
20:00 Uhr
Satie & Co.
Darsser Arche
Wieck auf dem Darss
Freitag
19.09.2008
20:00 Uhr
Satie & Co.
Darsser Arche
Wieck auf dem Darss
Sonntag
21.06.2008
11:30 Uhr
Satie & Co.
Centre Culturelle Karlsruhe
Kulturscheune Vollmersweiler
Samstag
27.01.2007
19:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Strandhalle
Ahrenshoop
Freitag
29.12.2006
19:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Strandhalle
Ahrenshoop
Sonntag
03.12.2006
16:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Strandhalle
Ahrenshoop
Sonntag
29.10.2006
11:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Kreishaus der Südlichen Weinstrasse
Landau
Montag
25.09.2006
20:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Frankfurter Hof
Mainz
Freitag
27.05.2005
19:00 Uhr
Das Kreisleriana Projekt
Kunstkaten
Ahrenshoop


STIMMEN

Allgemeine Zeitung, Mainz 05.02.2016

Fantastische Entdeckungen

von Rotraut Hock

VERNISSAGE Carmen Stahlschmidts Kunstprojekt ist ein Dreiklang aus Literatur, Musik und Malerei

MAINZ - Eigentlich sollten die Begriffe "Tierisch" und "Menschlich", die zusammen den Titel der aktuellen Ausstellung in der Akademie der Wissenschaften bilden, mit Fragezeichen versehen sein.
Denn die Zeichnungen und Radierungen, die die Oppenheimer Künstlerin Carmen Stahlschmidt überwiegend in Großformaten mit Schwarzmine und Tusche gezeichnet hat, erinnern, ebenso wie ihre Kleinplastiken und Skulpturen, oftmals eher an fantastische Zwitterwesen als an reale Tiere oder Menschen.

Und der Ursprung dieser Geschöpfe liegt auch weniger in der Natur als in der Phantasie der Künstlerin - häufig wohl angeregt durch die Musik.

Von Debussy und Rilke

So war schon die Vernissage in der Akademie als ein Dreiklang zwischen bildender Kunst, Musik und Literatur angekündigt. Bisweilen glich sie mehr einem Konzert, nachdem Akademiepräsident Claudius Geissler die Gäste begrüßt und Andreas Preywisch vom Essenheimer Kunstverein als Mitveranstalter die Ausstellung eröffnet hatte. Die Pianistin Hildegard Clara Enders musizierte am Flügel, vornehmlich Melodien von Robert Schumann, Debussy und Ravel, während Margret Augst überwiegend Texte rezitierte - von Manfred Kyber, der mit seinen Tiergeschichten bekannt geworden ist, bis zu Rainer Maria Rilke. Erst nach einer guten Stunde konnten sich dann die Besucher den Bildern zuwenden - und da gab es wirklich Fantastisches zu sehen, von der "Schönen und das Biest" über eine "Frau mit Löwe" und den "Röhrenden Hirsch" bis zum "Panther mit Rilke", den wir wohl in der Schule einstmals andersherum gelernt haben.

Es war mehr als die Vernissage einer Ausstellung, es war ein "Kunst-Literatur-Musik-Projekt", das da geboten wurde und Zuhörer und Zuschauer in seinen Bann zog.

Kreisleriana

Schwaaner Kulturförderverein, Schwaan November 2015

Tierisch menschlich ... Bilder in Musik und Literatur

von Rüdiger Zöllig

Am Donnerstag, dem 05. November, weilten die Pianistinnen Hildegard Enders (Rostock) und Margret Augst (Stuttgart) auf Einladung des Schwaaner Kulturfördervereins mit ihrem aktuellen musikalischliterarischen Programm "Tierisch menschlich" in der Kunstmühle.

Mit Spannung erwartete das Publikum im ausverkauften Hause die beiden Künstlerinnen.

Diese begannen das Programm sehr gekonnt und einfühlsam mit den Tiergebeten für Klavier und Sprecher in der Vertonung von Frieder Meschwitz. Mit den darauffolgenden Stücken, Klaviermusik von Dvorák, Schumann und Debussy zu Texten von Wolf Erlbruch und Rainer Maria Rilke, zogen Enders und Augst alle Register und das Publikum immer weiter in ihren Bann. Dabei bewiesen die Künstlerinnen, dass nicht nur das Musizieren sondern auch das Rezitieren meisterhaft beherrschen.

Nach einer reichlichen Stunde, unterbrochen von einer kurzen Pause, beendeten die Musikerinnen schließlich das Programm mit den auf Märchen basierenden und durchweg vierhändig gespielten Klavierstücken "Ma Mère L'Oye" von Maurice Ravel und lösten mit dieser glänzenden Darbietung beim Publikum begeisterte Ovationen aus.

Die Meinung der Gäste war einhellig: Ein sehr schönes und anspruchsvolles Programm, das von Hildegard Enders und Margret Augst sehr professionell dargeboten wurde und das bevorstehende Wochenende mit nachhaltigen Eindrücken versorgte.

Es bedankt sich der Vorstand des Schwaaner Kulturfördervereins

Duo Augst Enders

VITA

Hildegard Clara Enders studierte Musik (Klavierlehrerdiplom 1984) sowie Altphilologie an der Universität Mainz, zweites Staatsexamen 1985, anschließend als Klavierpädagogin in Mainz, Bonn, Rostock, Güstrow, Ribnitz- Damgarten und Wiesbaden tätig; daneben künstlerische Studien bei der Luxemburger Konzertpianistin Viviane Goergen, seit 1986 Solokonzerte sowie im Ensemble, u.a. im Kammertrio Eulenspiegel mit einem Programm von Beethoven bis Brubeck, von 1996 bis 2001 Leiterin der Kreismusikschule Nordvorpommern in Ribnitz- Damgarten. Seit 2002 Projekte mit Bildkunst und Literatur. Sie lebt in Wiesbaden.


CD: Kreisleriana Fantasien mit Etuden von Chopin
CD Cover

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Stand: Februar 2026